15.10.2010 Hobel schießt Wattens im Alleingang zum Sieg

Gestärkt vom Punktegewinn in Anif gingen die Heimischen in das Heimspiel gegen Wattens. Davon war zu Beginn aber noch nicht viel zu merken. Wattens gleich in den ersten Minuten mit zwei Möglichkeiten von Widner (3.) und Gstrein (6.). Die Tiroler kompakter und auch gefährlicher. Dazu half dann auch Yüksel auf Seiten des SVS noch dazu – spielte einen katastrophalen Rückpass, den Widner dankend annahm und für Hobel aufspielte. Der Seekirchen-Schreck ließ sich diese Chance nicht entgehen und brachte sein Team mit 1:0 in Front.

Der SVS erfing sich dann ein wenig, hatte dann aber noch Glück, dass Hartl in der 28. Minute einen Querpass von Gstrein in letzter Sekunde zur Ecke klären konnte. 

Mit dem ersten ernstzunehmenden Seekirchen-Angriff fiel dann der umjubelte Ausgleich
zum 1:1 (29.): Junger ging auf der linken Seite durch, spielte scharf zur Mitte, wo Fabian den Ball kurz annehmen konnte und aus 15 Meter Tormann Egger bezwang. 

Der Jubel hielt nicht lange, dann war wieder ein Mann auf Seiten der Tiroler aktiv: Armin Hobel. Begünstigt durch ein klares nicht gepfiffenes Handspiel unmittelbar vor der Flanke, nutze er seinen Freiraum und köpfte unbedrängt zum 1:2 ein.
Kurze Zeit später wieder Hobel, der aus abseitsverdächtiger Position plötzlich allein vor Seekirchens Tormann. Florian Posch blieb in diesem Duell aber diesmal der Sieger.
Einzige nennenswerte Chance auf Seekirchner  Seite war vor der Pause eine Möglichkeit von Vasilj, der sich links durchtanken konnte, sein Schuss fiel aber zu schwach aus – kein Problem für den Tiroler Goalie.
Nach der Pause wirkten die Heimischen dann etwas konzentrierter und entschlossener. Hochkarätige Torchanchen waren aber keine zu sehen. Dafür sorgten die Gäste, die innerhalb von drei Minuten gleich „spiegelgleiche“ Topchanchen hatten. Einmal von links und einmal von rechts – in beiden Fällen kam Widner nur um Zentimeter nicht an die Querpässe heran (59./62.).
Die Bemühungen der Heimmannschaft in der zweiten Halbzeit brachten in der 69. Minute schließlich ihren Lohn. Gerhard Fabian ging auf der linken Seite auf und davon, seinen Querpass übernahm Junger in der Mitte und drückt vom 16er ab, traf ins linke Eck zum 2:2.

Minuten vor dem Ende, wo schon viele SVS-Fans mit einem Punktegewinn zu spekulieren begannen, dann der Todesstoss – durch, wer sollte es an diesem Abend anderes sein, Armin Hobel.
Sechs Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit war auf der linken Abwehrseite plötzlich kein SVS-Spieler mehr zuständig, Wattens konnte seinen Angriff ungehindert bis in den Sechzehner vortragen und der Wattens-Goalgetter machte mit seinem dritten Treffer alle Punkteträume der Seekirchner zu nichte – 2:3.

Der Ärger auf der Heimischen Betreuerbank war dann noch gar nicht verraucht, da kam Lukas Widner aus einem schönen herausgespielten Konter auch noch zu seinem Treffer und fixierte den Endstand zum 2:4 (86.).

Der Sieg der Tiroler letztlich verdient, weil sie über die gesamte Spielzeit gefährlicher waren und dadurch auch mehr Tormöglichkeiten vorfanden. Für Seekirchen blieb wieder nur die Erfahrung, dass ein Spiel erst nach 90 Minuten zu Ende ist – keine neue Weisheit am Wallersee!